Eine kleine Chronik
Jeder Mensch hat seine Geschichte. Jedes Haus auch. Und so wollen wir Ihnen erzählen, wie das Hohenfels entstand und zu dem wurde, was es heute ist. Begleiten Sie uns auf diesem kleinen Ausflug in die Vergangenheit und auf dem Weg in die Gegenwart.
Wie das Hohenfels zu seinem Namen kam
Damals, in der ersten Hälfte der Sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts, baute man in in unseren Breiten in der Regel kein Hotel, sondern einen "Gasthof mit Fremdenzimmern". Idealerweise stand dieses Haus im Ortszentrum, möglichst nahe an der Kirche. Als sich Mathäus und Elfriede Grad entschlossen, ein gastliches Haus in Tannheim zu errichten, wichen sie von diesem Ideal ab. Sie hatten ein "Hotel-Restaurant" im Sinn und dazu einen Bauplatz ausersehen, der fünf Gehminuten vom Ortszentrum entfernt lag, mitten in der Natur auf einem Hügel, mit unverbaubarem Blick auf das Dorf und die Tannheimer Bergwelt. So schön der Platz auch war, er wartete gleich mit einem Problem auf. Beim Beginn des Aushubs stellte sich heraus, dass der ganze Untergrund aus einer riesigen Felsplatte bestand. Mit normalen Mitteln war da kein Staat zu machen, geschweige denn eine Baugrube. Also musste der Fels zum Teil gesprengt werden, um das Fundament des Hauses zu legen. So kam das Haus auf einem Felsen zu stehen, der in angenehmer Höhe über dem Tal liegt. Hohenfels – der Name war geboren.
Es begann zu Weihnachten im Jahr 1965
Kurz vor dem Weihnachtsfest des Jahres 1965 war das Werk vollbracht. Matthäus und Elfriede Grad und deren Tochter Sigrid Radi eröffneten ihr "Hotel-Restaurant" mit 30 Gästezimmern und 100 Sitzplätzen in der Gastronomie. Das Ehepaar Grad hatte schon viel von der Welt gesehen, bevor es sich entschloss, in der Heimat etwas Eigenes aufzubauen. Elfriede, die im Hohenfels von Anfang an das Zepter in der Küche schwang, hatte ihre Ausbildung im renommierten Hotel "Frankfurter Hof" absolviert, das noch heute zu den Spitzenhäusern in Deutschland zählt. Dort lernte sie Matthäus Grad kennen, einen Tannheimer Touristik-Pionier. Er war einer der ersten Skilehrer im Tal, absolvierte die Hotelfachschule in Wien, verbrachte seine Lehr- und Lernjahre in Monaco und auf Kreuzfahrtschiffen und war im Frankfurter Hof als Oberkellner engagiert. Das Ziel der beiden war von Anfang an, ihre Welterfahrung mit der Tiroler Gastlichkeit zu verbinden und daraus etwas Besonderes entstehen zu lassen. Das Hohenfels wurde sehr schnell zu einem beliebten Ausflugsziel für Feinschmecker. Österreichische Küche mit französischem Einschlag – das lag nicht nur im Trend der Zeit, es wurde auch nirgends so überzeugend dargeboten, wie im Hause Grad/Radi. Was Küche und Beherbergung betraf, war das Hohenfels bald das "Erste Haus am Platz". Im Jahre 61 und 67 verkündete die Familie Grad/Radi, stolz die Ankunft Ihrer beiden Söhne Wolfgang und Christian. Das Bild zeigt Mathäus und Frieda Grad
Jahresringe
In den folgenden Jahren gab es immer wieder bauliche Veränderungen, von denen nur die wichtigsten erwähnt sein sollen. Im Jahr 1974 bekamen alle Südzimmer einen Wohnteil mit eigener Dusche und WC. Im Jahr 1978 erhielten alle Nordzimmer diese Komfortverbesserung. Der große Garten mit Freischwimmbad und Grillhäuschen entstand im Jahr 1984. Als erstes Haus im Tal bot das Hohenfels im Jahr 1986 ein Nachmittagsbuffet als Inklusivleistung im Rahmen der Halbpension. Das Jahr 1989 brachte eine einschneidende Änderung in der Orientierung des Hauses. Das Erholungsbedürfnis der Hausgäste vertrug sich nicht mehr mit dem regen Mittags- und Abendgeschäft im Restaurationsbereich. Die Entscheidung war klar und ist es bis heute geblieben: Das Hohenfels und seine Gastlichkeit soll in erster Linie für die Gäste da sein, die auch im Hause wohnen. Das Bild zeigt Sigrid Radi (Tochter von Frieda und Mathäus Grad) mit Ihren Söhnen Wolfgang und Christian.
Die Enkel-Generation mit neuen Ideen
So revolutionär das Hohenfels-Konzept in den zwei Jahrzehnten nach der Gründung war, irgendwann kam es doch in die Jahre. Wolfgang Radi, der Enkel der Gründer, besuchte die Villa Blanka in Innsbruck und verbrachte seine gastronomische Ausbildung in London, Paris, USA und auf verschiedenen Kreutzfahrt Linien. Schon bald hatte er die Vision, aus dem Haus der Eltern und Großeltern ein kleines, aber feines Landhotel der besonderen Art zu machen. Ein großes Ziel war bei der ersten Michelin Auszeichnung in Österreich dabei zu sein, sowie 3 Hauben im Gault Millau Führer zu erreichen. Um für die Umsetzung dieser Vision gerüstet zu sein, belegte er ein dreijähriges Fachstudium an der Uni Innsbruck. Dort lernte er auch seine Gattin Monika kennen, die aus dem Finanzwesen kam, und ihn nach Studienabschluss nach Tannheim begleitete. Das "neue" Hohenfels sollte nicht viel größer sein als das Hotel der Gründer, aber in allen Bereichen etwas Besonderes. So blieb es bei 30 Zimmereinheiten, doch frische Farben, moderne Stoffe, künstlerischer Ausdruck kehrten ein - alles mit Liebe ausgesucht und von heimischen Handwerken gefertigt.
Weitere Jahresringe
Im Jahr 1994 verkündeten Monika und Wolfgang Radi stolz die Ankunft von Sohn David. Im selben Jahr wurden die 16 Südzimmer umgebaut, außerdem kamen die Sauna, das Dampfbad, der Massagebereich und die große Sonnenterrasse als Komfortverbesserung für alle Gäste dazu. Im Jahr 1995 wurde der gesamte Gartenbereich mit Liegewiese und Schwimmbadtechnik erneuert. Im Jahr 1996 betrat Töchterchen Laura die große Bühne dieser Erde und Wolfgang´s Bruder Christian wanderte nach Amerika aus. Aber auch das Haus selbst hatte Neues zu melden: die Stube, das terrassenseitige Restaurant und die Familiensuite strahlten nach einem Umbau in frischem Glanz. Weitere Umbauten folgten: im Jahr 1997 die Hotelhalle, im Jahr 1998 die Küche, das gartenseitige Restaurant. Im Jahr 2000 kamen 8 "Edelweiß"-Doppelzimmer und 2 "Silberdistel"-Landhaussuiten, die Erneuerung der Gartenanlage und die Erweiterung der Hotelküche. Im Mai 2000 wurde das kleine, feine Gourmet-Restaurant "Tannheimer Stube" eröffnet.
Hauben und Sterne
Grund zum Jubeln für die guten Geister in Küche und Service des Hohenfels und wohl auch für die Gäste des Hauses, brachten die Jahre 2002 bis 2009. "Selten erlebt man ein so hoch motiviertes und herzlich agierendes Team. Die Impulse für diesen Teamgeist setzen aber auch Monika und Wolfgang Radi, die sich für die hervoragende Küche, das gemütliche Ambiente, die Tischkultur und das persönliche Wohlgefühl verantwortlich zeichnen" (Orginal-Zitat im Jahr 2002)
Im November 2005 wurde erstmals ein Michelin Führer Österreich herausgegeben und das Hohenfels mit seiner Tannheimer Stube jedes Jahr mit einem Michelin Stern ausgezeichnet.
„Wer will oder kann sich schon dem Charme dieses Wohlfühlhotels entziehen, gleichgültig, ob man sich die als Hotel- oder à la carte Gast in seine Obhut begibt. Seit einigen Jahren ein wahres gastronomisches Juwel an einem der schönsten Plätze im Tannheimer Tal“ (Orginal-Zitat im Jahr 2006) und 3 Hauben (17 Punkte) für das Jahr 2009 Michelin vergab für 2009 wieder 1 Stern in´s Hohenfels. Der deutsche Reiseführer der Feinschmecker (Ausgabe 2009) belohnte unseren Einsatz mit 3 F. 
Das Landhaus aus Holz und der neue
Wellnessbereich
Das Hohenfels wurde im Frühjahr 2006 um ein kleines Landhaus mit zehn zusätzlichen Doppelzimmern/ Appartements der Kategorie "Vilsalpsee" erweitert. Die Gestaltung des kleinen, feinen Zubaus ist etwas völlig Neues - Anderes - Besonderes! Er ist ganz aus Holz und hat eine optimale Isolierung mit Naturprodukten, wie Holzfaser, Kork und Gips.
Im Frühjar 2009 hieß unser Motto: "Noch schöner, aber nicht größer". Dem Trend zum Frischluftvergnügen entstand ein neuer, ganzjährig beheitzter Pool (17x6m) mit mollig warmen 32 °C und eine neue Aussensauna in der Blockhütte (100°C) und große Innensauna 65°C. Für die stilvolle Muße wurde ein zusätzlicher großer Ruheraum mit Wasserbetten, Leselampen und kuscheligen Liegen geschafften. Beim "thermalen Wettrüsten" um die meisten Wellness-Quadratmeter will das Hohenfels nicht mitmachen. Schließlich bestätigen viele Gäste, dass sie Wert auf ausgedehnte und schön gestaltete Ruhebereiche legen, die in vielen Hotels gegenüber den Nassbereichen leider oft vernachlässigt werden.
Heute und morgen 
Das also ist aus dem Haus auf dem Fels hoch über dem Tannheimer Tal geworden: ein kleines, feines Landhotel, für Menschen, die Freude am Leben, an der Natur, am Wohlsein und am Genießen haben. Wir, die wir das Haus heute mit Begeisterung führen, verneigen uns in Anerkennung und Dankbarkeit vor den Gründern des Hauses und vor den Gästen, die dem Hotel in all den Jahren die Ehre gegeben haben. Wir werden auch in Zukunft alles dafür tun, dass das Hohenfels ein besonderes Haus an einem besonderen Ort bleibt.